Was mich antreibt
Ich wollte immer schon Menschen helfen und habe gleichzeitig ein ausgeprägtes Auge für Ästhetik sowie eine große Liebe zum Detail. Diese Kombination hat mich zur plastischen Chirurgie geführt.
Obwohl ich früh wusste, dass ich plastische Chirurgin werden möchte, war es mir wichtig, zuerst Erfahrungen in der Allgemein- und Unfallchirurgie zu sammeln. Deshalb habe ich meine Facharztausbildung direkt nach dem Medizinstudium in einem öffentlichen Krankenhaus in den Favelas in Rio de Janeiro begonnen. Dort versorgte ich sowohl Schuss- und Stichverletzungen als auch schwere Brandopfer – oft unter schwierigen Bedingungen und mit äußerst begrenzten medizinischen Ressourcen.
Diese Erfahrungen haben mir bewusst gemacht, welchen hohen medizinischen Standard das Gesundheitssystem in Österreich bietet. Nach knapp 2 Jahren in Brasilien war es eine große Freude, meine Facharztausbildung für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie an der Universitätsklinik in Graz fortsetzen zu dürfen. Dort bot sich mir ein beeindruckend breites Spektrum innerhalb der plastischen Chirurgie und es fehlte nie an Ressourcen. Die Ausbildungsinhalte umfassten unter anderem die Verbrennungs-, Hand- und Nervenchirurgie, die wiederherstellende Chirurgie nach Unfällen oder Tumorentfernungen sowie die hochspezialisierte Mikrochirurgie.
Um meine Facharztausbildung abzuschließen, zog es mich erneut nach Brasilien. Diesmal jedoch nicht in die Favelas, sondern in das renommierte Ausbildungsprogramm von Dr. Farid Hakme – einem weltweit bekannten Facelift-Chirurgen und dem ersten Schüler des legendären Professor Ivo Pitanguy. Dessen Ausbildungstradition führt Dr. Hakme bis heute mit vielen namhaften Chirurgen fort.
In meiner täglichen Arbeit stehen chirurgische Präzision und ein feines Gespür für Ästhetik für mich im Mittelpunkt: Denn Schönheit lässt sich nicht in ein Schema pressen, sondern ist etwas sehr Persönliches. Deshalb habe ich mich für einen Weg entschieden, der beides vereint.